Die arbeitsintensivste Zeit in einem Hotel beginnt häufig mit dem Check-out der Gäste.

Das Housekeeping muss die Zimmer für neu anreisende Gäste vorbereiten. Gleichzeitig erhält die Wäscherei große Mengen an Bettwäsche, Handtüchern und anderen Textilien. Steht saubere Wäsche nicht rechtzeitig zur Verfügung, kann der Druck im gesamten Hotel schnell steigen.

Ein schnellerer Wäscheumlauf hängt nicht allein vom Waschzyklus ab. Entscheidend ist die Organisation des gesamten Wäschekreislaufs – von der Sammlung und Sortierung über das Waschen und Trocknen bis hin zur Lagerung und Rückgabe an das Housekeeping.

Den gesamten Wäschekreislauf betrachten

Verzögerungen können in jeder Phase des Prozesses auftreten.

Schmutzwäsche wartet möglicherweise auf die Sortierung. Saubere Textilien müssen gegebenenfalls noch getrocknet, gefaltet oder an den richtigen Bereich zurückgegeben werden. Durch die Überprüfung der einzelnen Schritte können Teams erkennen, an welchen Stellen Zeit verloren geht.

Ein klar strukturierter Ablauf kann folgende Schritte umfassen:

  • Sammlung der Schmutzwäsche

  • Sortierung nach Textilart und Priorität

  • Waschen und Trocknen

  • Falten und Nachbearbeiten

  • Lagerung der sauberen Wäsche

  • Lieferung oder Abholung durch das Housekeeping

Wenn alle Teams den Ablauf kennen, lässt sich der tägliche Wäschebedarf leichter koordinieren.

Stoßzeiten vorausschauend planen

Nach dem Check-out steigt das Wäscheaufkommen häufig deutlich an. Gleichzeitig benötigt das Housekeeping frische Wäsche, um die Zimmer für neue Gäste vorzubereiten.

Eine kurze tägliche Abstimmung zwischen Wäscherei und Housekeeping kann dabei helfen, Prioritäten festzulegen. Dabei können erwartete Anreisen, frühzeitige Check-ins, Gruppenbuchungen und Veranstaltungen berücksichtigt werden.

So lassen sich priorisierte Waschladungen bereits vor Beginn der arbeitsintensivsten Phase identifizieren. Beispielsweise muss Bettwäsche für früh anreisende Gäste möglicherweise vor weniger dringenden Textilien bearbeitet werden.

Prozesse an die jeweiligen Textilien anpassen

Bettwäsche, Handtücher, Bademäntel, Arbeitskleidung und Restaurantwäsche können unterschiedliche Anforderungen an die Behandlung stellen.

Die Sortierung nach Textilart, Verschmutzungsgrad und Priorität hilft den Teams, geeignete Wasch- und Trocknungsprogramme auszuwählen. Dies unterstützt gleichmäßige Arbeitsabläufe und trägt gleichzeitig zur Pflege der im Hotel verwendeten Textilien bei.

Eindeutige Kennzeichnungen, separate Wäschewagen und einfache Sortierregeln können die Arbeit schichtübergreifend erleichtern.

Wäscherei und Housekeeping besser vernetzen

Wäscherei und Housekeeping arbeiten eng zusammen. Beide Teams benötigen einen gemeinsamen Überblick darüber, welche Wäsche verfügbar ist, welche gerade bearbeitet wird und was als Nächstes benötigt wird.

Einfache Routinen können diese Zusammenarbeit unterstützen:

  • Eine kurze morgendliche Übergabe

  • Eine übersichtliche Prioritätenliste

  • Regelmäßige Informationen zur Wäscheverfügbarkeit

  • Festgelegte Ansprechpartner für dringende Anfragen

  • Vereinbarte Abhol- oder Lieferzeiten

Diese Maßnahmen können kurzfristigen Zeitdruck reduzieren und den Teams im Tagesverlauf mehr Planungssicherheit geben.

Die Raumaufteilung der Wäscherei überprüfen

Auch die räumliche Gestaltung der Wäscherei kann den Wäschefluss beeinflussen.

Schmutz- und Sauberwäsche sollten in klar voneinander getrennten Bereichen verarbeitet werden. Mitarbeitende benötigen ausreichend Platz, um Wäsche sicher zu sortieren, zu beladen, zu entladen, zu falten und zu lagern. Häufig benötigte Textilien sollten leicht zugänglich sein.

Bereits kleine Anpassungen können einen besser organisierten Arbeitsablauf unterstützen. Dazu gehören beispielsweise eine deutlichere Beschilderung, verbesserte Lagermöglichkeiten oder ein eigener Bereich für priorisierte Waschladungen.

Teams durch praxisnahe Schulungen unterstützen

Gut funktionierende Abläufe hängen von den Menschen ab.

Schulungen können Mitarbeitenden helfen, Sortierverfahren, Programmauswahl, Textilhandhabung und die Kommunikation mit dem Housekeeping besser zu verstehen. Gleichzeitig erleichtern sie neuen Teammitgliedern, sich mit dem gesamten Wäschekreislauf vertraut zu machen.

Wenn Teams verstehen, warum jeder einzelne Schritt wichtig ist, können sie besser auf arbeitsintensive Zeiten reagieren.

Ein praxisorientierter Ausgangspunkt

Ein schnellerer Wäscheumlauf bedeutet nicht, Prozesse zu überstürzen. Vielmehr geht es darum, klare Abläufe zu schaffen, die eine rechtzeitige Zimmerbereitstellung, strukturierte Arbeitsroutinen und eine angemessene Textilpflege unterstützen.

Durch die Betrachtung des gesamten Wäschekreislaufs können Hotelbetreiber konkrete Verbesserungsmöglichkeiten erkennen, die einen gleichmäßigeren Tagesablauf fördern.

Die IPSO Wäschereilösungen für das Gastgewerbe unterstützen Betreiber dabei, Wäschereikonzepte zu finden, die auf die Anforderungen von Hotels, Resorts und anderen Beherbergungsbetrieben abgestimmt sind.